FUßGÄNGERLEITSYSTEM VOR DEM ABSCHLUSS. „Leiten und Lenken“ durch die Innenstadt

Im Rahmen des Projekts City 2013 wurden jetzt die ersten Teile des neuen Wegeleitsystems in der Innenstadt installiert, um die Orientierung für Besucher zu verbessern. Als Basis diente das Ergebnis eines offenen Gestaltungswettbewerbs, aus dem ein Entwurf hervorgegangen ist, der die Solinger Klinge in den Vordergrund stellt und Identität stiften wird. Ziel ist es, das Dreiecksgefüge in der Innenstadt (Neumarkt – Mühlenplatz – Entenpfuhl) zu stabilisieren und wichtige Wegeverbindungen und Lauflagen zu stärken.

Es wurde sehr viel im Hintergrund gearbeitet, seitdem die aus Vertretern verschiedenster Institutionen bestehende Wettbewerbsjury ihre Entscheidung zu Gunsten der leitenden Klinge gefällt hat.

Eine besondere Herausforderung war es, den Entwurf von der Theorie in die Praxis zu übersetzen. Da es sich bei der Stele um eine individuelle Anfertigung handelt, musste der Architekt für seine Idee eine baukonstruktive Lösung entwickeln, die in Kooperation mit den Experten der einzelnen Fachverwaltungen auf die verschiedensten Anforderungen (Material, Funktion, Beleuchtung) geprüft und angepasst wurde.

Intensiv musste auch das komplexe Zielsystem besprochen werden. Dies galt es immer wieder auf seine logische Struktur und den jeweiligen Ortsbezug zu prüfen. Die insgesamt 30 Standorte für Stelen und Wegweiser sind dabei mehrfach besichtigt, fotografiert und begutachtet worden. „An einer Kreuzung verschiedener Wege muss ich als Besucher die Ziele der möglichen Richtungen darstellen. Für die Ausrichtung der Wegweiser kommt dann noch die Berücksichtigung der Perspektive hinzu, also die Frage, wie der Wegweiser oder die Stele aufgestellt sein müssen, damit ich sie intuitiv wahrnehme und nutze“ erläutert Miriam Macdonald, die die Umsetzung des Leitsystems von Anfang an begleitet hat.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit den Stelen und Wegweisern in Klingenform wird auf wichtige Standorte (z.B. Bürgerbüro) und Plätze (z.B. Alter Markt) in der Innenstadt verwiesen und diese miteinander verknüpft. Bestandteil der Stele ist ein Stadtplan auf der Klinge, der wichtige Einrichtungen und Standorte zeigt. Piktogramme auf dem Stadtplan und den Wegweisern machen auf wichtige Punkte (S-Bahn Haltepunkt, Parkplätze oder WC) aufmerksam.

Im Zusammenhang mit der besseren Verknüpfung der Innenstadt mit der Südlichen Innenstadt und der Nordstadt, werden jeweils zwei Stelen und einige Wegweiser als Teil des Wegeleitsystems auch dort an markanten Schnittpunkten aufgestellt. Die Unterscheidung der drei Bereiche erfolgt auf den Stelen durch eine farbliche Markierung: gelb für die Innenstadt, blau für die Nordstadt und orange für den Bereich Südliche Innenstadt.

Nach der Aufstellung der Stelen werden diese noch zur Beleuchtung in den Abendstunden ans Stromnetz angeschlossen und abschließende Pflasterarbeiten durchgeführt. Der Abschluss der Arbeiten am Leitsystem ist für März 2016 anvisiert.

„Es war immer unser Anspruch, ein funktionierendes und gut aufeinander aufbauendes Leitsystem mit einem ansprechenden Design und hoher Funktionalität zu entwickeln, erläutert Stadtentwicklerin Miriam Macdonald den Erarbeitungsprozess, der sehr viel Zeit in Anspruch genommen, aber zu einem sehr ansprechendem Ergebnis geführt hat.

W.I.R. sind uns sicher, dass die unterschiedlichen Bereiche der Innenstadt dadurch wieder ein Stück weiter zusammenwachsen und freuen uns darauf, die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt mit dem neuen Leitsystem empfangen und leicht verständlich zu den verschiedenen Wunschzielen leiten zu können.